Seniorenteams starten in zweite Saisonhälfte 

Während in der vergangenen Woche die erste Mannschaft bereits in die zweite Saisonhälfte gestartet ist, steht auch der Startschuss in den Kreisligen auf dem Programm. Für die zweite Mannschaft steht direkt eine harte Partie gegen den Tabellenführer SV Bottrop 1911 an. Die erste Mannschaft muss auswärts ran und die Drittvertretung kämpft um wichtige Punkte gegen den Abstieg. 

Spvg Schonnebeck II (14.) - SV Rhenania Bottrop (13.)

„Wir hatten ein Heimspiel und haben Punkte liegen lassen, jetzt müssen wir eigentlich in Schonnebeck gewinnen“, so Rhenania-Trainer Oliver Dirr mit Rückblick auf das erste Rückrundenspiel in der vergangenen Woche gegen den Stadtrivalen Dostlukspor Bottrop (1:1). Kommenden Sonntag sind die Rhenanen zu Gast in Essen und eine Niederlage dürfen sich die Mannen von Oliver Dirr nicht erlauben: „Die sind einen Punkt hinter uns und wenn wir nur einen Punkt holen, sind wir immer noch im Rennen, aber wir dürfen natürlich nicht verlieren“, erklärt der Übungsleiter.

Trainer Oliver Dirr strebt mit seiner Mannschaft einen Auswärtssieg an.
Trainer Oliver Dirr strebt mit seiner Mannschaft einen Auswärtssieg an.

Doch die Voraussetzungen für die Bottroper für Sonntag sind nicht optimal. Die beiden Rückkehrer Dominik Wenderdel und Timo Kleer fallen beide verletzungsbedingt für längere Zeit aus und auch David Hücker fehlt auf Grund einer Verletzung am Sonntag. „Es sind aber einige kranke wieder zurück ins Training gekommen, sodass ich das noch die ein oder andere Alternative hab“, erklärt Dirr, der jetzt seine Mannschaft in die Pflicht nimmt. „Außer Andre Schittko in der ersten Halbzeit und Arthur Wcislo und Adrian Reiss in der zweiten Halbzeit, blieben die anderen ein wenig hinter den Erwartungen in der letzen Woche. Vielleicht liegt es daran, dass einige davor die Woche krank waren. Doch jetzt gibt es keine Ausreden mehr“, verrät Dirr, der sich an das 1:1 aus der Hinrunde erinnert: „Wir haben da schon Punkte liegen lassen, weil wir die bessere Mannschaft waren“, so der Übungsleiter, der noch weiter in seinem Gedächtnis gräbt: „Gegen Schonnebeck hatten wir auch unser schönstes Erlebnis in der Landesliga, wo wir in der 90. Minute noch gewonnen haben, das könnten wir gerne wiederholen“, so Dirr.

Unter der Woche testeten die Rhenanen gegen den A-Ligisten Erle 08 und mussten sich mit 1:3 geschlagen geben, doch das Testspiel verfehlte nach Aussagen des Trainers den Sinn: „Es sollten eigentlich die spielen, die längere Zeit nicht zum Einsatz gekommen sind. Aber da sind dann wieder welche ausgefallen und so mussten die Spieler von Sonntag wieder ran gegen einen sehr guten Gegner“, erklärt der Rhenanen-Trainer. „Gezeigt hat uns das Spiel natürlich wieder, dass wir das Tor nicht treffen. Vorne drückt der Schuh nach dem Abgang von Wale. Julian Mali ist sehr fleißig und laufintensiv, aber im Abschluss sehr unglücklich. Dienstag habe ich den Adrian Reiss ausprobiert, doch der hat auch drei Mal das Tor nicht getroffen, aber vielleicht etabliert sich noch einer bis Sonntag, der vorne rein kann“, so Dirr abschließend. 

Anstoß: 13 Uhr

2. Mannschaft

Während die Drittvertretung des SV Rhenania gegen den Abstieg kämpft, steht die zweite Mannschaft im Mittelfeld der Tabelle trifft aber im ersten Spiel der zweiten Saisonhälfte direkt auf den Tabellenführer SV Bottrop 1911, der jedoch eine „durchwachsene“  Vorbereitung hinter sich hat: „Wir sind drei Wochen nur gelaufen und konnten nicht auf den Platz und einige Testspiele sind ausgefallen, wir wissen nicht so ganz wo wir stehen, da wir bisschen abseits des Platzes standen in der Vorbereitung“, erklärt 1911-Trainer Ralf Quabeck.

Reservetrainer Rüdiger Reineke steht vor dem Testspiel vor großen Personalproblemen.
Reservetrainer Rüdiger Reineke steht vor dem Testspiel vor großen Personalproblemen.

Auch bei den Rhenanen musste ein Testspiel abgesagt werden, doch dort „drückt der Schuh“ beim Personal. „Bis jetzt bleiben mir elf Spieler, die relativ fit sind, aber mal wieder kein Torwart“, musste Rüdiger Reineke zugeben. „Das alles spiegelt das Dilemma der Wintervorbereitung fast eins zu eins wieder. Die Vorbereitung war faktisch für den Arsch. Aber vielleicht ist das ja ein gutes Zeichen, denn die Sommervorbereitung verlief zum Teil zu gut, der Start in die Saison war dann mehr als holprig“, fügt Reineke hinzu, der die Gäste klar zum Favoriten erklärt: „Mit 1911 kommt am Sonntag der aktuelle Tabellenführer zu uns. Unser Gegner ist der ganz klare Favorit und wird die Punkte wahrscheinlich schon fest eingeplant haben, was wenn man wirklich aufsteigen möchte, auch mehr als selbstverständlich ist. Ich würde im umgekehrten Fall da auch keinen Zweifel aufkommen lassen“, nimmt Reineke ganz klar die Außenseiterrolle an

Doch Quabeck warnt vor den Rhenanen: „Gerade gegen Zweitmannschaften ist es immer schwer. Rhenania hat immer gute und talentierte Spieler in der zweiten Mannschaft. Wir haben schon im Hinspiel gesehen wozu die im Stande sind, auch wenn wir gewonnen haben“, so der Übungsleiter. Für den Spitzenreiter heißt es jetzt sich unter Druck zu beweisen und den Platz an der Sonne zu verteidigen, denn der Abstand zum direkten Verfolger TB Oberhausen II beträgt leidglich einen Punkt: „Wir müssen trotz allem mit dem Druck fertig werden, siegen zu müssen. Da sind am Sonntag die Jungs gefragt“, beschreibt Quabeck die Situation. Tim Wiesinger, Sven Laufhütte, Lars Degenhart und Lukas Notthoff stehen dem Tabellenführer am Sonntag nicht zur Verfügung, doch Quabeck bleibt trotzdem optimistisch: „Vom der Kadergröße sind wir eigentlich gut aufgestellt und ich bin davon überzeugt, dass die Spieler, die Sonntag auflaufen werden, alles geben“, so der 1911-Cheftrainer.

Den Rhenanen bleibt am Ende nur eins: „Somit bleibt uns als klarer Außenseiter nur eins - am Ende so oder so das Spiel zu gewinnen“, verliert Reineke trotz der schwierigen Situation nicht den Humor. „Mal im vorbeigehen die Punkte mitzunehmen, kann der Tabellenführer aber vergessen“, kündigt Reinke abschließend für Sonntag einen „Kampf“ an. 

Anstoß: 15 Uhr 

3. Mannschaft

Post Oberhausen (9.) - SV Rhenania Bottrop III (12.)

„Wir spielen auf Sieg und sind voll motiviert“, so Post-Trainer Willi Poulkos vor der kommenden Partie gegen die abstiegsbedrohten Gäste. „Der Gegner ist definitiv stärker als wir und wir haben in der Hinrunde schon hoch gegen die verloren. Aber wir sind im Abstiegskampf und ich bin froh über jeden Punkt“, so Rhenania-Trainer Christian Hoffmann, der mit der Vorbereitung nicht zufrieden ist: „Mit der Vorbereitung bin ich gar nicht zufrieden. Einerseits hat das Wetter viel kaputt gemacht und die Trainingsbeteiligung war auch schlecht“, musste Hoffmann zugeben. Sein Gegenüber hingegen kann sich über die Winterpause nicht beklagen: „Die Vorbereitung war eigentlich ganz gut. Wir haben gut trainiert und sind eigentlich großen Mutes“, erklärt Poulkos, der natürlich die Schwierigkeit gegen die abstiegsbedrohten Gegner nicht vergisst: „Wir nehmen jeden Gegner schwer. Klar ist es gegen die Mannschaften von unten schwer. Aber ich will mit der Mannschaft soweit nach oben wie möglich und wir wollen eine gute Rückrunde spielen“, setzt der Übungsleiter klare Ziele. 

Personell muss Poulkos lediglich auf den Neuzugang Sven Eichhorn verzichten, der sich eine Schulterprellung zugezogen hat. Bei den Rhenanen sieht es personell jedoch nicht so rosig aus: „Dazu kann ich noch nicht viel sagen. Wir hatten jetzt das erste mal beim Training eine gute Beteiligung und ich weiß nicht, ob wir noch welche aus der ersten Mannschaft bekommen“, so Hoffmann, für den der Weg zum Ziel irrelevant ist: „Wir wollen auf jeden Fall einen Punkt holen, egal wie. Post ist eine Erstmannschaft und die haben auch noch was vor, aber wir sind im Abstiegskampf und müssen punkten“, so Hoffmann abschließend. 

Anstoß: 15 Uhr


Quelle: Auf'm Platz / Peter Piotrowski

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