So teuer verkaufen wie möglich

Während die Teams des Kreises am Wochenende ihre Meisterschaftsspiele absolvieren, gibt es für den Bottroper Bezirksligisten SV Rhenania und seine Fans ein ganz besonderes Bonbon. Die zweite Runde auf Verbandsebene des Diebels-Pokals steht im Blankenfeld (15 Uhr) auf dem Programm, Gegner ist kein geringerer Klub als der derzeitige Tabellen-Zweite der Oberliga Niederrhein, TuRu Düsseldorf. Allerdings, von SVR-Coach Oliver Dirr sind vor dem Pokal-Fight auch kritische Töne zu hören.

Oliver Dirr ist Oliver Dirr. Und Oliver Dirr ist ein Mann, der aus seinem Herzen keine Mördergrube macht, ein Mann mit Ecken und Kanten, einer der sagt was er denkt. Und so hat der Übungsleiter aus dem Blankenfeld auch seine eigene Interpretation für die Pokal-Schlacht am Sonntag gegen den Oberligisten TuRu Düsseldorf. „Das ist für uns natürlich Champions-League, gar keine Frage“, so Dirr, der nachschiebt: „Ich muss ehrlich gestehen, wir hätten uns natürlich lieber RWE oder RWO gewünscht, das wäre eine tolle Sache für die Jungs gewesen. Da wäre richtig Alarm auf der Anlage gewesen was Zuschauer angeht.

Oliver Dirr
Oliver Dirr

Oder ich hätte mir dann einen Bezirksligisten oder Landesligisten gewünscht, den Du im Pokal ausschalten und eine Runde weiterkommen kannst. Aber“, so Oliver Dirr“, jetzt haben wir einen bärenstarken Gegner, gegen den wir wohl keine Chance haben werden, und der vielleicht 20 Zuschauer mitbringt. Aber was willst Du machen“, so die klaren Worte des ehemaligen Oberliga-Keepers. Der hatte schon die schönsten Pläne in der Tasche: Wäre der SVR gegen RWE gelost worden, dann hätten die Rhenanen das Heimrecht getauscht. „Ich hätte meinen Spielern gerne diese Erfahrung geschenkt, einmal vor 5000 Zuschauern und mehr aufzulaufen“, so Dirr. Nun erwartet man mit TuRu Düsseldorf einen harten Brocken im Blankenfeld, der hinter dem KFC Uerdingen auf Rang zwei mit einem Auge in Richtung Aufstieg blinzelt. „Für mich ist TuRu ein gefühlter Regionalligist, der in einem Atemzug mit RWE und RWO zu nennen ist. Da brauch keiner drauf hoffen, dass wir gegen so eine herausragend gute und junge, agile Mannschaft einen offenen Schlagabtausch suchen werden“, unterstreicht der Übungsleiter aus dem Blankenfeld. „Aber“, so der ehrgeizige Trainer, „wir wollen unseren Zuschauern, die uns unterstützen und am Sonntag stolze acht Euro Eintritt bezahlen müssen, natürlich etwas bieten. Wir glauben an die einprozentige Chance die wir haben. Eines kann ich jedem versprechen: Wir werden TuRu vor eine Aufgabe stellen, wir werden uns als Rhenanen so teuer wie möglich verkaufen.“

Anstoß im Blankenfeld ist am Sonntag um 15 Uhr.

Quelle: aufmplatz.com

 

 

 

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