Noch nicht in der Niederrheinliga angekommen

Auch im zweiten Spiel in der zweithöchsten deutschen Spielklasse konnten die B-Junioren des SV Rhenania Bottrop nichts gewinnen. Der Gegner zeigte heute, wie effektiv man in der Chancenverwertung sein muss. Dabei begann das Spiel genau so, wie es sich die Jungrhenanen vorgenommen hatten. Frühes Pressing brachten die Rhenanen immer wieder Chancen zur Führung ein - doch auch die besten Tormöglichkeiten blieben ungenutzt.

So kam es, wie es kommen musste: der Gegner konnte mit der ersten Torchance den Spielverlauf völlig auf den Kopf stellen. Dabei führte ein Ballverlust in der Offensive zu einer Fehlerkette - die Zweikämpfe gingen allesamt verloren und aus stark abseitsverdächtiger Position war der Jubel im gegnerischen Lager groß. Auch nach der Führung für die Gastgeber änderte sich das Bild nicht: die Rhenanen hatten mehr vom Spiel, aber die Chancenverwertung war eklatant. Zudem kamen immer mehr individuelle Fehler hinzu, die dem Gegner nun immer mehr Möglichkeiten boten. In der 28. Minute dann das vorentscheidende 2:0 aus klarer Abseitsposition. Wieder einem Ballverlust im offensiven linken Mittelfeld wurde nicht nachgesetzt, stattdessen kollektiver Tiefschlaf. Der Gegner bedankte sich. Der Schiedsrichter schloss sich dem Tiefschlaf der Rhenanen an, in dem er erneut die Abseitsposition nicht erkannte. Zum Ende der ersten Halbzeit setzte sich das SVR-Unglück fort - zwei Lattentreffer - aber eben nichts Zählbares.

Tim Steinrötter
Tim Steinrötter

Nach der Pause haderte der SVR zu sehr mit seinen vergebenen Tormöglichkeiten und der Gegner kam innerhalb von 7 Minuten zu drei weiteren Treffern. Zwei weitere Holztreffer für den SVR zeigten das Unglück, wenngleich Nico Kammeier ein Foulelfmeter (Foul von ihm am gegnerischen Stürmer) halten konnte.
"Wir hatten mehr Spielanteile, aber haben viel zu viele Fehler gemacht. Insbesondere in der Defensive waren wir löchrig wie ein Schweizer Käse. Insgesamt war es eine verdiente Niederlage, die sicher zu hoch ausgefallen ist. Dennoch - die Viererkette arbeitete nicht im Kollektiv, verrieb sich zu sehr an Einzelaktionen und vorne brauchen wir einfach zu viele Torchancen", so ein sichtlich enttäuschter Trainer Tim Steinrötter. In der kommenden Woche geht es gegen den KFC Uerdingen darum, diese Fehler allesamt abzustellen, damit nicht schon frühzeitig der Anschluss verloren gehen soll.

 

 

 

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