Erste fährt den ersten Dreier ein

Den 27. September werden sich die Verantwortlichen, der Trainer und die Spieler dick im Kalender markieren. Es ist der Tag, an dem die Rhenanen ihrer ersten drei Punkte in der Landesliga holen. Und das als klarer Außenseiter gegen den Tabellendritten Spvg. Schonnebeck. Zwar waren die Essener haushoch überlegen und der goldene Trefferfiel erst in der 92. Minute, doch fragt am Ende keiner mehr nach. Fakt ist: Die Erste gewinnt mit 2:1 in Schonnebeck und darf sich über die Punkte drei, vier und fünf freuen.

„Ich habe noch nie gesehen, dass jemand so unterlegen ist, aber trotzdem verdient gewonnen hat“, freute sich Cheftrainer Oliver Dirr nach dem Erfolg über Schonnebeck. Niemand hätte wohl auch nur einen Cent darauf gesetzt, dass die Bottroper auch nur einen Punkt mitgenommen hätten aus Essen. Und die Vorzeichen waren auch nicht grad die besten für die Rhenanen. Erst zwei Punkte aus fünf Spielen, gerade mal ein Tor geschossen, zahlreiche Verletzte und aufgrund von Verkehrsproblemen kamen viele Akteure der Gäste auch erst eine halbe Stunde vor Anpfiff an, sodass eine ordentliche Aufwärmphase nicht drin war. Coach Dirr setzte alles auf die Defensive und darauf so lange wie möglich die Null zu halten und machte es wieder die Italiener und setzte den Zuschauern und den Hausherren eine Fünferkette vor der Nase. Eine Taktik die sich im Nachhinein als goldrichtig und gewinnbringend herausstellte.

Kevin Wenderdel
Kevin Wenderdel

Der weitere Verlauf der Partie ist eigentlich schnell zusammen gefasst. Die Gastgeber spielten von Beginn an ein resolutes Power-Play mit hohem Tempo, hoher Passgenauigkeit und schönen Kombinationen. Da fiel auch dem Übungsleiter der Rhenanen ab und zu die Kinnlade runter. Doch zu seiner Freude gelang es dem Gastgeber in Halbzeit Eins lediglich einmal auf das Tor zu schießen, wo dann Keeper Dominik Wrobel wie gewohnt zur Stelle war. Das war es dann auch mit Torschützen für Schonnebeck. Zwar hatten die Bottroper auch nicht mehr Torchancen in Halbzeit Eins, doch deren Ball landete im Netz der Essener. Und das schon nach zwölf Minuten. Samet Kanoglu setzt sich über rechts durch und prüft den Essener Torwart, der den Ball aber nur abklatschen kann und dieser genau vor den Füßen vor Torjäger Pascal Pfeifer landet, der genau da steht wo einer Stürmer eben stehen muss. Bis zur Halbzeitpause taten die Gastgeber dann einiges für die Statistik im Punkt Ballbesitzt, doch sie schafften es entweder bis zur Grundlinie ohne den entscheidenen Pass abzugeben oder spielten sich rund um den 16er wie Handballer den Ball gegenseitig zu. Aber einen Torschuss gaben sie nicht mehr ab und so ging es mit der Führung für die Rhenanen in die Kabine.

   In der selbigen schwor Trainer Dirr seine Mannschaft darauf ein, die Führung solange wie möglich zu halten. Diese Anweisung hielt allerdings nur drei Minuten, doch sie war auch mit unglücklichen Ereignissen versehen. Denn kurz vor dem Gegentreffer mussten die Bottroper aufgrund einer Verletzung einen Positionswechsel vornehmen. Und den kurzen Moment der Unachtsamkeit machte sich die Spielvereinigung zu nutzen und glich zum 1:1 aus. „Gut“ hat sich Oliver Dirr gedacht, „uns reicht auch ein Punkt.“ Und während die Essener weiterhin ihren Offensivfussball ausübten, aber immer wieder an dem Abwehrblock der Gäste scheiterten, brachte Dirr Kevin Wenderdel in der 88. Minute um Zeit zu schinden beziehungsweise damit Wenderdel vorne den Ball hält oder auch das eine oder andere taktische Foul begeht. Dieser Vorgabe ging er bis zur 92. Minute nach, ehe er ein Freistoß rausholte. Die Entfernung lag bei guten 35 Metern und lediglich der Schütze war dabei, die restlichen Spieler versammelten sich in der eigenen Hälfte und freuten sich schon über den einen Zähler. Doch Wenderdel überraschte jeden auf der Anlage und hämmerte den Ball in den Winkel. Der Jubel am Schettersbusch kannte keine Grenzen. Alle Rhenanen-Akteur bildeten ein Kreis und feierten ähnlich wie beim Aufstieg in die Landesliga.

   Einer kam aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus: „Ich muss den Hut vor meiner Mannschaft ziehen. Also wie die sich heute an den taktischen Vorgaben gehalten haben, war grandios. Wir haben aus zwei Chancen, zwei Tore gemacht. Jeder hat doch gedacht, dass die uns heute vom Platz putzen. Zwar war Schonnebeck auch die bessere Mannschaft, doch sie haben es nicht geschafft über 90 Minuten mehr Tore zu schießen als wir. Aufgrund der Ausfälle fehlt uns halt die Qualität nach vorne und so können und müssen wir auf unsere Defensive setzten. Wir haben jetzt fünf Zähler. Wenn wir die bis zum Ende der Hinrunde verdreifachen, dann ist mir nicht angst und bange. Wir machen es wie die Augsburger und schlagen dann in der Rückrunde zu. Wichtig ist, dass wir jetzt weiter in Ruhe arbeiten und zu euphorisch werden. Gegen Klosterhardt am nächsten Sonntag fangen wir wieder bei null an“, so Übungsleiter Oliver Dirr.

 

Quelle: aufmplatz.com

Aufstellung: Wrobel, Kleer, Müller, Kanoglu, Cziuraj, Lachs, Hücker, Haile (71. Golembiewski), Wcislo (80. Akdeniz), Pfeifer (88. Wenderdel), Schittko

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Kommentare: 2
  • #1

    Marc Schäffler (Samstag, 28 September 2013 11:08)

    Glückwunsch Jungs :)

  • #2

    uwe (Montag, 30 September 2013 02:09)

    weiter so. ich bin wieder fan. war ich ja sowieso. muss mich aber bei h. kahnert entschuldigen...jacke noch heil? ... ok. ... zuhause bemerkte ich aber , mir fehlt ein Knopf.... Wenn " die" uns gesehen hätten!!.... Die klasse Defensiv-Arbeit, ... UND , ja hallo , ich habe "fast" keinen "MECKERN" hören. ... KLASSE!!! WER IST KLOSTERHARDT ??? EUER FAN ist wieder da. Und viele Andere auch.