U19-Junioren mit 8 Siegen und 1 Remis nach 9 Spieltagen an der Tabellenspitze

In einer Artikelserie des Lokalsports der WAZ wurden neben Sportmannschaften aus dem Tabellenkeller u.a. auch Mannschaften vorgestellt, die den Platz an der Sonne inne haben. So wie die U19-Junioren des SV Rhenania Bottrop, die mit 25 Punkten aus 9 Spielen mit einem Punkt Vorsprung die A-Junioren-Leistungsklasse anführt.

Tabellenletzter, Schlusslicht – Rote Laterne. In fünf Teilen dieser Artikelserie kamen Mannschaften zu Wort, die aus unterschiedlichsten Gründen dieses Schicksal erleiden und derzeit genau dort stehen: ganz unten. Doch wie fühlen sich die, die am anderen Ende der Tabelle thronen? Heute kommen vier Ligakönige zu Wort und erklären, welcher Druck dahinter steckt und welche Motivation nötig ist, um auch oben zu bleiben.

Klaus Scholze, Trainer U19-Junioren
Klaus Scholze, Trainer U19-Junioren

Klaus Scholze, Trainer der U19 des SV Rhenania Bottrop und zur Zeit mit 8 Siegen und einem Remis Tabellenführer der Leistungsklasse Gr. 01: "Die größte Gefahr für einen Tabellenführer ist die Leichtsinnigkeit. Die darf nicht einziehen und die Einstellung darf auch nicht leiden. Einige der Spieler denken gewiss: Wir sind Tabellenführer, wir sind die Größten. Da ist es gut, dass ich auf einen großen Kader zurückgreifen kann. Ich habe fast 20 Spieler, keiner kann sich ausruhen. Wer im Training nicht arbeitet, der spielt eben nicht! So bleibt die Spannung oben. Ich bin jetzt fast 30 Jahre im Trainergeschäft und weiß, wie ich die Jungs anpacken muss. Bei einigen muss man Fingerspitzengefühl beweisen, anderen muss man in den Hintern treten (lacht).

A-Jugend – das ist ja generell ein schwieriges Pflaster. Die Jungs sind zwischen 17 und 19 Jahre alt, da steht am Wochenende bei einigen nicht immer der Fußball im Mittelpunkt. Aber da greift auch wieder der große Kader und der selbe Effekt wie im Training: Wer übermüdet wirkt und nach Alkohol riecht, spielt am Samstag nicht.

U19-Junioren                          Foto: Gerhard Schypulla
U19-Junioren Foto: Gerhard Schypulla

Bei Erfolg ist ohnehin alles leichter. Läuft es sportlich gut, ist auch die Trainingsbeteiligung gut und alle sind zufrieden. Wir dürfen aber einfach nicht nachlassen, denn unser Ziel ist am Saisonende die Qualifikation zur Niederrheinliga. Da trennt sich die Spreu vom Weizen, denn plötzlich sind die Gegner viel stärker, da nützen die zurückliegenden teils zweistelligen Siege aus der Leistungsklasse nichts mehr. Deshalb schaffen so viele Teams den Sprung in die Niederrheinliga nicht, das Niveau ist da konstant hoch und nicht nur punktuell verteilt wie in der Leistungsklasse. Ein schlechter Tag in der Quali, und alles ist vorbei.“

Quelle: Lokalsport Bottrop, www.derwesten.de

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